In Budweis
Aleš-Südböhmische Galerie – Wortner-Haus
Pěšky 14 min · Autem 9 min
Im Wortner-Haus sitzt der Ausstellungssaal der Aleš-Südböhmischen Galerie. Man kommt nicht zur Dauerausstellung, sondern zu dem, was gerade hängt; deshalb lohnt ein Blick ins Programm. Auch das Gebäude verdient Aufmerksamkeit: mit Zinnen und Ecktürmchen wirkt es eher wie eine kleine Festung als wie ein Bürgerhaus.

Das Wortner-Haus in der Gasse U Černé věže wirkt mit Zinnen und Türmchen eher wie eine kleine Festung als wie ein Bürgerhaus. Es entstand Mitte des 16. Jahrhunderts durch den Zusammenschluss zweier Häuser, die bis 1506 der jüdischen Gemeinde von Budweis gehörten: jener Gemeinde, die die Stadt im Winter 1505 auslöschte. Heute ist darin ein Galeriesaal; innen blieben Renaissance-Balkendecken, getränkt mit Stierblut.
Praktische Angaben
- Pěšky 14 min · Autem 9 min
- Öffnungszeiten: denně 10:00–18:00, prodej vstupenek končí půl hodiny před zavírací dobou
Vor Ort
Das Haus ist in der Gasse nicht zu übersehen: hohe Attika mit Zinnen und Türmchen, wie eine Festung zwischen gewöhnlichen Fassaden. In der Wand sitzt ein Seitenfenster zur Straße: früher beobachteten Bewohner, ob Gefahr nahte. Im Erdgeschoss erkennt man, wo der Verbindungsgang zwischen den beiden ursprünglichen Häusern lief; die Eingangshalle hieß Mázhaus und diente dem Warenverkehr. Vom Mázhaus gelangt man in einen Hof mit Brunnen.
Innen sind hölzerne Balkendecken aus der Renaissance erhalten, vielleicht noch gotisch. Die Balken sind massiv, vermutlich Eiche, und mit Stierblut getränkt für Haltbarkeit. Wer nach oben schaut, findet Stuck, kleine Gewölbe und Deckendekor in Form einer Sonne oder einer achtblättrigen Rose.