In Budweis

Wasserturm

Pěšky 28 min

Auf den ersten Blick kann der Turm von 1724 wie ein Burgrest wirken. Tatsächlich ist er ein technisches Denkmal, das Wasser von der Moldau in die Stadt pumpte, unter anderem in den Samsonbrunnen. Trinkwasser war es nicht. Trinkwasser erhielt die Stadt erst 1882 über eine zweite, völlig getrennte Leitung zu Straßenbrunnen. In Wohnungen kam es erst ab den 1950er Jahren.

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Der Wasserturm am Moldauufer in der Mánesova-Straße wirkt wie eine Burgruine, ist aber eine Wassermaschine: seit 1724 trieb er Wasser in die Stadt für den Samsonbrunnen. Trinken konnte man es nicht. Für Trinkwasser hatte die Stadt ab 1882 eine zweite, völlig getrennte Leitung zu Straßenbrunnen. In Wohnungen kam es erst ab den 1950er Jahren, sodass noch die Urgroßmütter der heutigen Budweiser Trinkwasser draußen holten.

Praktische Angaben

  • Pěšky 28 min
  • Öffnungszeiten: areál a venkovní stezka volně přístupné celoročně zdarma. Dovnitř jen s komentovanou prohlídkou, v sezoně zhruba květen–září

Vor Ort

Der Turm steht am rechten Ufer, allein in einer gestalteten Anlage, sodass man ihn von unten bis oben sieht. An der Wand zum Stadtzentrum ist ein großes Sgraffito des Budweiser Malers Richard Kristinus (1865–1926): von Weitem wie ein Fleck, aus der Nähe lesbar das Stadtwappen. Sichtbar ist es nur von dieser Seite; wer den Turm hintenherum umgeht, verpasst es. Ein Lehrpfad umkreist den Turm in elf Stationen; an einer trinkt man aus einer Nachbildung eines historischen Brunnenbeckens, an einer anderen probiert man ein Wasserschieber. Hinter dem Turm steht die Statue eines Tiers, dem die Öffentlichkeit in einer Umfrage den Namen Čevava gab, und ein Brunnen zum Wasserkreislauf.

Innen steigen Sie 106 Stufen zum alten Wasserbehälter. Unterwegs können Sie originales Barockmauerwerk von 1721–1724 anfassen: der älteste Teil, den der Umbau von 1882 umhüllte, aber nicht zerstörte. Oben steht ein Kupfertank, in den Wasser gedrückt wurde und von dem es per Gefälle in die Stadt floss.